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Benjamin Lemke neuer Sprecher der Bundeskonferenz PiA
PiA hoch besorgt um Klinikplätze für die Praktische Tätigkeit


Mit großer Sorge diskutierten die versammelten PiA-Landesprecherinnen die Entwicklung der aktuell zur Verfügung stehenden Plätze für die Praktische Tätigkeit. Die Verknappung sei vor allem in Zusammenhang mit den Befürchtungen bestimmter Klinikleitungen in Folge des Gerichtsurteils des Landesarbeitsgerichts aus Hamm vom 29.11.2012 zu sehen. Seitdem bestünden gute Aussichten, erfolgreich Rechtsmittel gegen Kliniken einzulegen, so der scheidende Sprecher der Bundeskonferenz Robin Siegel.

Als positiv wurde angesehen, dass Kliniken das Urteil zur Kenntnis genommen hätten und einsehen müssten, dass der status quo nicht mehr haltbar sei. Daran müssten auch die Ausbildungsinstitute erinnern, da sie für die Durchführung der Praktischen Tätigkeit die Verantwortung hätten. Die Landesvertreterinnen waren einhellig der Meinung, dass unter Einbezug aller relevanten Akteure Mindeststandards für die Praktische Tätigkeit zu formulieren wären, wie in den Ländern Saarland, Nordrhein-Westfalen oder Berlin bereits geschehen. Zur Unterstützung gründete die Bundeskonferenz PiA eine Arbeitsgruppe, um die Mindeststandards an die Praktische Tätigkeit und Qualitätsstandards für die Ausbildung flächendeckend weiterzuentwickeln und ihre Implementierung länderspezifisch voranzubringen.

Gemeinsam erarbeitete Vereinbarungen könnten die noch vorhandenen Klinikplätze sichern, so die Hoffnung des neu gewählten Sprechers Benjamin Lemke. Gleichzeitig müsse aber endlich auch dafür gesorgt werden, dass insbesondere im KJP-Bereich ausreichend Plätze sichergestellt und angemessen vergütet werden müssten. Neben ihm wurde Sven Baumbach neu zum stellvertretenden Bundesprecher gewählt und Theresia Köthke in ihrem bisherigen Amt als Stellvertreterin bestätigt. Robin Siegel, sowie seine Stellvertreterin Marty Auer waren nicht mehr zur Wahl angetreten. Neben einem großen Dankeschön für die geleistete Arbeit, würdigte die Bundeskonferenz insbesondere das hohe Engagement von Robin Siegel mit stehendem Applaus.

In der abschließenden Diskussion um die zukünftige Reform der Psychotherapeutenausbildung wurden lebhaft Argumente ausgetauscht. Mit breiter Mehrheit fasste die Bundeskonferenz PiA den Entschluss, zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Position gegenüber einer möglichen „Direktausbildung“ zu beziehen. Vielmehr müsse die Diskussion um das neu zu definierende Berufsbild kritisch begleitet und die daraus abgeleiteten Kompetenzprofile für die einzelnen Ausbildungsabschnitte vor dem Hintergrund der langjährigen Erfahrungen mit der post-gradualen Ausbildung bewertet werden, so das neu formierte Sprecherteam.