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PiA-Vertretung im VPP/BDP beteiligt sich an Flashmob und PiA-Politik-Treffen


Mit einem Freeze-Flashmob „Stillstand seit 1999“ machten am 9. September 2013 um 19 Uhr in vielen deutschen Städten – Berlin, Frankfurt am Main, Dresden, Bielefeld, Münster, Tübingen – Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) auf ihre Ausbildungsmisere aufmerksam. Die PiA und ihre Unterstützer trafen sich für fünf Minuten um in einer Bewegung zu verharren. Die Forderung der PiA: Zur Ausübung des eigenständigen Heilberufes und für den Erhalt der hohen Qualität müsse das Master-Niveau die Grundlage bilden. Völlig ungeregelt sei auch die Vergütung der 1.800 Stunden der Praktischen Tätigkeit an den Kliniken während der Ausbildung. Die Spanne reiche derzeit von null Euro bis zu wenigen hundert Euro im Monat – obwohl mit einem akademischen Abschluss eigenverantwortlich gearbeitet werde.

Zwei Wochen später trafen sich am 23. September 2013 in Berlin über 50 PiA und Aktive in der Berufspolitik beim vierten verbandsübergreifenden PiA-Politik-Treffen. Diskutiert wurde mit Ministerialrat Ralf Suhr vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und Dr. Johannes Klein-Heßling von der Bundespsychotherapeutenkammer zum Wann und Wie der Reform des Psychotherapeutengesetzes. Besonders angesichts der stetig steigenden Zahlen psychisch kranker Menschen und dem dringenden Bedarf an gut ausgebildeten Psychotherapeuten sei es völlig unverständlich, dass die Politik noch immer nicht zu eindeutigen und klaren Regelungen für die Ausbildung und die Vergütung gekommen sei.

Besonders interessant waren die Ausführungen von Ralf Suhr (Referatsleiter im BMG). Er erläuterte den Prozess der Gesetzgebung im Rahmen einer Ausbildungsreform: Das zuständige Referat 316 erstelle im Laufe des Reformprozesses einen Referentenentwurf, an dessen Ausarbeitung zuvor alle Betroffenen und Interessensgruppen beteiligt würden. Dabei würden die Länder, Fach- und Berufsverbände, Sozialversicherungsträger, Krankenhausgesellschaft sowie Ärzte mit einbezogen. Auch PiA sollten, nach seiner Meinung, vor der Fertigstellung eines Referentenentwurfs, ihre Expertise einbringen. Sie könnten aus der Innenansicht der Ausbildung wichtige Impulse und Informationen liefern. Dabei unterstrich Ralf Suhr, dass das Thema einer Reform der Psychotherapieausbildung definitiv auf der Agenda des BMG stehe. In den vergangenen Jahren seien immer wieder Anfragen aller Fraktionen – teils mit Nachdruck – zu dem Thema an das BMG gerichtet worden. Insofern sei es gut, wenn die Ausbildungsreform in den nächsten zwei bis drei Jahren auf den Weg gebracht werde. Sollte die Reform der Psychotherapieausbildung auch im Koalitionsprogramm der künftigen Regierung aufgeführt sein, sei dies die beste Voraussetzung für eine baldige Reform. Ralf Suh