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VPP-PiA Meldungen

Vertrag über die freie Mitarbeit als Ausbildungsassistentin in einer psychotherapeutischen Kassenpraxis

§ 1 Gegenstand und Beginn

(1) Zwischen Frau .................( freie Mitarbeiterin ), wohnhaft in ................................ und Frau ............................ (Praxisinhaberin ) wohnhaft in ............................... wird eine freie Mitarbeit in der psychotheapeutischen Praxis der Praxisinhaberin vereinbart.

(2) Dieser Vertrag steht unter der aufschiebenden Bedingung der schriftlichen Genehmigung der Tätigkeit als Ausbildungsassistenz durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV).

(3) Der Vertrag ist befristet und endet mit dem Datum, mit dem die Genehmigung der Tätigkeit als „Ausbildungs"assistenz durch die KV endet.

(4) Die Parteien verpflichten sich, unverzüglich einen Antrag auf Genehmigung der Tätigkeit als Ausbildungsassistenz für die Dauer von einem Jahr (Verlängerung ggf. möglich) bei der KV einzureichen

§ 2 Tätigkeit

(1) Die freie Mitarbeiterin ist von ihrer Ausbildungsstätte befähigt, im Rahmen der Praktischen „Ausbildung" Psychotherapien durchzuführen. Die freie Mitarbeit umfasst die eigenständige Diagnostik und psychotherapeutische Behandlung von Patienten der Praxis unter regelmäßiger Supervision im Sinne des § 4 Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Sie spricht die Terminlage mit der Praxisinhaberin ab, ist jedoch hinsichtlich der Terminierung grundsätzlich weisungsfrei.

(2) ( Falls Praxisinhaberin nicht selbst supervidiert ) Die Fallsupervisionen erfolgen durch eine/n anerkannte/n Supervisor/in. Für die Kosten der externen Supervision muss die freie Mitarbeiterin selbst aufkommen.

(3) Die Praxisinhaberin stellt der freien Mitarbeiterin einen entsprechenden Arbeitsplatz zur Verfügung. ( Die freie Mitarbeiterin nutzt ihren eigenen PC zur Erstellung der Psychotherapienaträge. Für eine bessere Erreichbarkeit nutzt sie ggf. ein eigenes Telefon und trägt die entsprechenden Kosten selbst. )

§ 3 Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit

Die freie Mitarbeitin verpflichtet sich eine durchschnittliche Wochenstundenzahl von ......... Therapieeinheiten über das Jahr durchzuführen; in den ersten drei Monaten kann dieser Wert unterschritten werden. Die Terminabsage und ggf. Neuvereinbarung im Krankheitsfall und Urlaubszeiten liegt in der Verantwortung der freien Mitarbeiterin.

§ 4 Honorar und Kostenbeteiligung

(1) Die freie Mitarbeiterin erhält für genehmigungspflichtige Leistungen pro Sitzung ein Honorar von 40,00 €/ 2/3 des Punktwertes. Sie stellt die Summe am Ende des Monats der Praxisinhaberin in Rechnung. Die Rechnung muss bis zum 15. des Folgemonats beglichen werden.

(2) Für nicht genehmigungspflichtige Leistungen wird der freien Mitarbeiterin pro Fall und Quartal ein Honorar von 20,00 € gezahlt. Sie stellt die Summe am Ende des Quartals der Praxisinhaberin in Rechnung. Die Rechnung muss bis zum 15. des Folgemonats beglichen werden.

(3) Die freie Mitarbeiterin trägt das unternehmerische Risiko ihrer Tätigkeit: Der Honoraranspruch der freien Mitarbeiterin an die Praxisinhaberin entfällt oder reduziert sich verhältnismäßig, wenn die von ihr erbrachten Leistungen von der KV nicht oder nur anteilig honoriert werden. Hat die freie Mitarbeiterin ihr Honorar schon erhalten, kann die Praxisinhaberin dieses zurückverlangen.

(4) Beteiligung an Betriebs- und sonstigen Kosten des Praxisbetriebs durch die freie Mitarbeiterin sind im Abschlag vom Kassenhonorar enthalten.

(5) Die freie Mitarbeiterin hat das Recht, alle Unterlagen, die für eine eventuelle Reduzierung ihres Honorars im Sinne des Abs.3 und die für die Kostenbeteiligung im Sinne des Abs.4 relevant sind, einzusehen.

§ 5 Verschwiegenheit

Die freie Mitarbeiterin ist verpflichtet, über alle Angelegenheiten, Vorgänge und Daten der Praxis, der behandelten Patienten und der Mitarbeiter Stillschweigen zu wahren. Diese Verpflichtung gilt auch für die Zeit nach der Beendigung der freien Mitarbeit.

§ 6 Kündigung des Vertrags

Die Kündigungsfrist beträgt für beide Parteien 4 Wochen zum Monatsende. Die freie Mitarbeiterin ist verpflichtet, nach erfolgter Kündigung ihrer Behandlung lege artis zu Ende zu führen und nicht vorzeitig abzubrechen. Den Patienten dürfen dadurch keine Nachteile entstehen. Dafür stellt die Praxisinhaberin der freien Mitarbeiterin weiterhin Räumlichkeiten nach Absprache zur Verfügung. Alle Verpflichtungen dieses Vertrages gelten dann bis zum Ende der Therapie der letzten Patientin.

§ 7 Sonstiges

Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam oder undurchführbar sein oder nach Vertragsschluss unwirksam oder undurchführbar werden, so wird dadurch die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung möglichst nahe kommen, die die Vertragsparteien mit der unwirksamen beziehungsweise undurchführbaren Bestimmung verfolgt haben. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend für den Fall, dass sich der Vertrag als lückenhaft erweist. § 139 BGB findet keine Anwendung.

 

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( Praxisinhaberin mit Datum)

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( freie Mitarbeiterin mit Datum)